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Glaubensinhalte


Wiccas verehren das Heilige als der Natur innewohnend, d.h. die Götter residieren nicht in einem transzendenten fernen Himmelsreich, sondern umgeben uns unmittelbar in der Natur und spenden Kraft. Wicca ist also keine dualistische Religion, die Gott und Schöpfung trennt. Die beiden polaren Mächte, die im Mittelpunkt stehen, werden als dreifache Mond-Göttin (Jungfrau, Mutter, Weise) oder auch Erdmutter (Gaia) sowie als dualer „Gehörnter Gott“ (geopferter Jahresgott, Himmelsvater, Sonnengott) personifiziert. Oftmals werden diese jedoch nur als Archetypen angesehen. Allgemein kann das Gottesbild im Wicca eher als panentheistisch als theistisch bezeichnet werden.
Wiccas „arbeiten“ in ihren Ritualen häufig mit verschiedenen Gottheiten. Es gilt der Grundsatz „Alle Göttinnen sind eine Göttin und alle Götter sind ein Gott“. Typischerweise steht die Göttin für das passive und lunare weibliche Prinzip (Yin) und der Gehörnte Gott für das aktive und solare männliche Prinzip, wobei das Horn Zeugungskraft, Macht und Stärke symbolisiert.
Ethik 

Die ethischen Grundsätze im Wicca basieren auf der Weisung (Rede) „Solange es niemandem schadet, tu was du willst“ und der Regel der (dreifachen) Wiederkehr „Alles was von dir ausgeht fällt dreifach auf dich zurück“.
Die „Rede“ wird oft auch von Wicca-Anhängern dahingehend interpretiert, dass sie alle Handlungen verbiete, die irgendwie Schaden irgendwelcher Art bewirken könnten. Es gibt aber auch die Ansicht, dass die Freiheit zu tun was man will, nur unter der Voraussetzung gilt, dass man dabei niemandem schadet. Handlungen, die schaden sind also nicht in gleicher Weise frei, sondern müssen gegebenenfalls hinreichend gerechtfertig und in ihrem Ausmaß angemessen sein.
Die Regel der dreifachen Wiederkehr stützt sich auf das Prinzip von Ursache und Wirkung und dem Gedanken, dass alles was man tut auch Konsequenzen hat, wobei kleine Ursachen auch große Wirkungen haben können.
Die Aussage der „Rede“ ist einer der Faktoren, weshalb christliche und andere Gruppen kritisieren, dass Wicca eine hedonistische Religion für die Konsum- und Spaßgesellschaft sei. Wiccanahänger hingegen sehen Wicca als eine Religion, deren Ethik sehr stark auf dem Gedanken der Eigenverantwortung basiert. Jeder Mensch muss selbst abwägen und überlegen, um wirklich moralisch zu handeln und muss für sein Handeln auch die Konsequenzen tragen (Regel der dreifachen Wiederkehr).